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Kommentare zu: Janine Berg-Peer https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/ by Janine Berg-Peer Fri, 21 Jun 2019 08:58:43 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.10 Von: nikkeinak https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-207 Sun, 10 Nov 2013 19:08:27 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-207 Liebe Frau Berg-Peer,
ich habe mit großem Interesse Ihr Buch gelesen, nachdem ich die Talkschow gesehen hatte, mehr eigentlich durch Zufall – ich bin Angehörige und betroffen, meine Schwester (41) ist seit vielen Jahren auch erkrankt – manische Shizophrenie und ich weiß also, wovon Sie sprechen und es hat mich sehr berührt, da es unendlich viele Parallelen zu unserem Leben gibt. Meine Mutter bekommt dieses Buch jetzt in ein paar Tagen von mir geschenkt und ich hoffe, dass sie sich vielleicht mit iHnen in Verbindung setzt. Sie leidet – so glaube ich – am allermeisten unter der Situation, obgleich sie sich schon sehr gut damit abgefunden hat. Meine Schwester lebt in einem betreuten Wohnprojekt – mehr schlecht als recht, um ehrlich zu sein. Sie hat zudem noch das Lyb-Lymphödem, das sehr viel Gewicht mit sich bringt – fast 170 kg – und das ist das Schlimmste. Die Krankheit selbst ist mit Medikation gut im Griff, aber dieses Gewicht und die Wassereinlagerungen sind das schlimme. Und keine Klinik kann (will) helfen, da sie eh nicht arbeitsfähig wäre, so sagt die Krankenkasse…. es ist schlimm. Meine Schwester ist ein super toller Mensch, warmherzig, mit der man tolle Gespräche führen kann, intelligent und fröhlich, trotz Krankheit. In dem Buch vermisste ich ein wenig die Stellungnahme des Geschwisters – bzw. Ihre Ausführungen dazu, wie diese damit klar kommt – Hegen und hegten Sie Erwartungen an Ihre andere Tochter, das diese auch immer da ist für Ihre kranke Tochter etc.?.. vielleicht ja mal in einem weiteren Buch – aus diesem Blickwinkel betrachtet. Aber das Buch ist so toll geschrieben und ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles erdenklich Gute und weiterhin viel Kraft – das ist, was wir alle brauchen – Kraft – aber am meisten wahrscheinlich die Erkrankten selbst – Vielen Dank, das es Sie gibt ! Herzliche Grüße Nicole Hansen

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Von: Janine https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-206 Fri, 08 Nov 2013 17:26:14 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-206 Als Antwort auf Katze20.

Da danke ich Ihnen aber auch!

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Von: Katze20 https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-205 Mon, 04 Nov 2013 12:01:54 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-205 Ganz vergessen:
und viele herzliche Grüße an sie! Vielen Dank für das Buch und diese Seite hier.

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Von: Katze20 https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-204 Mon, 04 Nov 2013 11:56:41 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-204 Liebe Frau Berg Peer,
am vergangenen Wochenende habe ich ihr Buch verschlungen. Bisher hatte ich so gut wie keine Kontakte mit betroffenen Angehörigen. Viele Beschreibungen aus dem Buch kenne ich, andere wieder nicht. Bei meinem Sohn lief es am Anfang anders. Sein Vater wurde zum ersten Mal wegen Schizophrenie stationär eingeliefert, da war mein Sohn anderthalb Jahre alt. Ich hatte mich hochschwanger von ihm getrennt weil ich mit ihm immer schlechter klarkam. Von da an hatte ich Angst, dass die Krankheit erblich sein könnte. Ich habe noch zwei ältere Söhne aus einer anderen Beziehung und die ganzen Jahre fiel auf, dass der Jüngste ganz anders ist (ruhig, introvertiert,zurückgezogen,schüchtern).

Um den 18. Geburtstag herum war es dann soweit, ich musste mit ihm eine Psychiaterin aufsuchen, die ihn sofort stationär einweisen ließ. Er hatte seit Tagen Wahnvorstellungen und andere eindeutige Kennzeichen der Krankheit. Die Krankheit kannte ich sehr gut, da ich mich durch den erkrankten Vater informiert hatte.
Ich war gerade dabei , mich selbständig zu machen – eine entsetzliche Zeit !

Nach 5 Wochen wurde er aus der Klinik entlassen, sein bisher einziger Klinikaufenthalt. Er nimmt ohne Unterbrechung immer noch die gleichen Medikamente. Der weiterbehandelnde Psychiater riet uns, zur Krankheit zu stehen wenn Nachfragen kommen. Vorher log ich immer “ mein Sohn hätte einen Nervenzusammenbruch gehabt“. Seitdem halten mein Sohn und ich es so. Auf Unverständnis der Umwelt stößt man sowieso öfter, aber was ist falsch daran zu seiner Krankheit zu stehen ?

Mein Sohn hatte die Mittlere Reife durch den Abschluss der 10. Klasse des Gymnasiums schon, dabei blieb es dann auch. Weder die 11. Klasse noch die Höhere Handelsschule bestand er. Im CJD Dortmund absolvierte er danach eine Lehre zum Bürokaufmann erfolgreich. Es folgten Jahr der Arbeitslosigkeit.
Inzwischen ist er berrentet und arbeitet in einer Werkstatt für psychisch Behinderte. Er wohnt noch zu Hause. Nächstes Jahr möchte er in seine erste eigene Wohnung nach Leipzig ziehen. Mit einer sehr angenehmen Behindertenwerkstatt haben wir wegen eines Platzes schon Kontakt aufgenommen. Seine beiden Brüder leben in Leipzig und können ihn untersützen.

Ich weiß nicht, ob es Hoffnung auf eine Gesundung gibt. Aber in den letzten 11 Jahren hat sich alles sehr zum Besseren gewendet.
Ich freue mich, dass ich mit dieser Seite einen Kontakt gefunden habe.

Für ihre Tochter alles, alles Gute!

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Von: Janine https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-194 Mon, 14 Oct 2013 08:08:55 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-194 Als Antwort auf Roth, Ina.

Behalten Sie Ihre Kraft, wir brauchen viel davon. Aber oft, wenn es mir nicht so gut geht, denke ich daran, was meine Tochter erleiden muss. Und das ist sicher viel schlimmer. Dann bin ich wieder froh, wenn ich ein wenig helfen kann. Ihnen herzliche Grüße, Janine Berg-Peer

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Von: Janine https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-193 Mon, 14 Oct 2013 08:06:35 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-193 Als Antwort auf Roswitha Göth.

Wir dürfen nie die Hoffnung aufgeben. Ich sage mir heute, dass jeder Tag ein guter Tag sein kann. Es geht nciht um Heilung, sondern genau darum, ein zufriedenes Leben führen zu können. Und mit Hilfe von außen ist vieles möglich. Und das eigene Engagement hilft auch, gut, dass Sie Polizeiarbeit machen.
Ihnen alles Gute und danke für die freundlichen Worte zu meinem Buch.
Herzliche Grüße,
Janine berg-Peer

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Von: Roswitha Göth https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-191 Sat, 12 Oct 2013 13:31:02 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-191 Liebe Frau Berg-Peer,
ich habe ihr Buch „Schizophrenie ist scheiße, Mama!“ durch Frau Sigrid Steffen anlässlich eines Symposiums kennengelernt.
Mein Sohn ist 32 Jahre alt, seit 2004 immerwieder in der Klinik, zuletzt 4 Monate am Stück. Seit Monaten hat er seine Wohnung dicht gemacht (geschlossene Jalousien, Türklingel + Telefon ausgeschaltet) und Kontakt mit allen abgebrochen. Geld vom Sachwalter nimmt er mit einem Korb an, den er beim Fenster am Seil hinunterlässt und hochzieht. Mein Mann und ich fahren abwechselnd zur Wohnung, um zu sehen, ob Licht oder Fenster eine Änderung zum Vortag haben und wir wissen, daß er lebt.
Ihr Buch könnte ich geschrieben haben, sie sprechen mir aus der Seele!
Ich selbst habe die HPE-Treffen als große Entlastung für mich gefunden und seit einigen Jahren erzähle ich in Polizeischulen, wie man eine Unterbringung eines psych. kranken Menschen in die Klinik für alle Beteiligten (Betroffener, Angehöriger, Polizeibeamte) möglichst stressfrei veranlassen kann. Dies als Dank, da beim ersten Polizeieinsatz bei meinem Sohn die Beamten 3 Stunden (!!!) meinen hochpsych. Sohn „bei Laune hielten“ bis der Amtsarzt eingetroffen ist.
Ihr Buch macht mir Hoffnung, daß mein Sohn eines Tages vielleicht doch wieder ein für ihn angenehmes und zufriedenes Leben führen kann.
Herzliche Grüße aus Österreich,
Roswitha Göth

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Von: Roth, Ina https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-190 Sat, 12 Oct 2013 08:36:18 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-190 Liebe Frau Berg-Peer,
zum richtigen Zeitpunkt bin ich auf ihr Buch aufmerksam geworden. Am 3. Oktober hatten wir
( Sohn 29 Jahre) unser 5- Jähriges. In ihrem Buch habe ich unser Leben wiedergefunden.
Es ist schon sehr erstaunlich, woher wir unsere Kraft nehmen.
Ihr Buch ist meine „Bibel“, danke dafür!

Einen lieben Gruß
I. Roth

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Von: Claudia Materne https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-185 Sat, 05 Oct 2013 16:55:44 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-185 Liebe Frau Berg-Peer,
ich bin auf Sie aufmerksam geworden durch Ihren Beitrag in der Sendung West.Art Talk. Die kurze Schilderung Ihres Erlebens als Mutter einer psychisch kranken Tochter ist mir sehr nahe gegangen, da ich ein ähnliches Schicksal mit meiner jetzt 19-jährigen Tochter habe. Sie hat eine Borderline-Erkrankung. Meine Erfahrungen sind fast identisch. In der nun fünfjährigen Entwicklung mit allen Hoffnungen und Tiefen ist das mangelnde Verständnis – auch von sog. Fachleuten – sehr belastend. Ich habe kaum jemanden gefunden, wo ich Unterstützung und Hilfe als Angehörige gefunden habe. Nicht nur Borderliner sind Grenzgänger, auch wir Eltern sind ständig an unserer psychischen und physischen Belastungsgrenze.
Wie Sie auch haben wir es als Familie geschafft, trotz der krankheitsbedingten Auswirkungen ein gutes und stabiles Verhältnis zueinander zu behalten. Darüber sind wir alle sehr froh, nicht zuletzt unsere Tochter selbst. Ich möchte daher allen Betroffenen Mut machen, sich auf die Veränderungen einzulassen. Es lohnt sich!
Einen lieben Gruß aus dem Rheinland

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Von: Johanna Falk https://angehoerigenblog.alexander-fischer.com/janine-berg-peer-2/#comment-173 Sun, 29 Sep 2013 10:57:59 +0000 https://www.angehoerigenblog.de/?page_id=855#comment-173 Liebe Frau Berg-Peer!
Gerade habe ich im WDR:

West ART Talk / Entmündigt – wer nicht passt, wird eingewiesen?

gesehen. Leider nicht komplett. Ich hätte als Angehörige eine Bitte an sie. Sie sprachen eine Internetseite „www.seele ? .de“ an? Die für uns Angehörige und auch für Betroffene eine möglichkeit wäre. Würden sie vielleicht so freundlich sein und mir noch einmal den genauen Link zu kommen lassen?
Ich fand die Gesprächsrunde, speziell ihre Äußerungen in Bezug des Umgehens mit uns Angehörigen, meiner eigenen Erfahrung sehr nahe. Es ist gut das so etwas einmal öffentlich zur Sprache kommt.

Herzliche Güße und eine danke vorab

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